Haarverlust im Herbst: Was normal ist und was nicht
Jeden Herbst passiert in Badezimmern in ganz Nordeuropa dasselbe: mehr Haare in der Bürste, mehr im Abfluss der Dusche und die leise Sorge, dass etwas nicht stimmt. Meistens stimmt alles. Trotzdem lohnt es sich zu wissen, wo die Grenze liegt.
Wie viel normal ist
Auf einer Kopfhaut wachsen rund 100 000 Haare, und jedes durchläuft seinen eigenen Zyklus aus Wachsen, Ruhen und Ausfallen. Etwa 50 bis 100 Haare am Tag zu verlieren, ist unauffällig. Saisonale Schwankungen kommen noch dazu, und die sind anekdotisch gut belegt – von allen, die je eine Haarbürste besessen haben: Im Herbst gehen mehr Haare aus als im Frühling.
Entscheidend ist nicht die Zahl an einem schlechten Morgen, sondern der Trend. Normaler Haarverlust verändert deinen Scheitel nicht, macht deinen Pferdeschwanz nicht messbar dünner und legt sich innerhalb von ein, zwei Monaten.
Wann du nicht mehr rätseln, sondern fragen solltest
Lass dich ärztlich, dermatologisch oder trichologisch beraten, wenn einer dieser Punkte zutrifft:
- Dein Scheitel ist sichtbar breiter als vor ein paar Monaten, oder dein Pferdeschwanz ist spürbar dünner.
- Die Haare gehen büschelweise statt einzeln aus.
- Es gibt Stellen auf der Kopfhaut, an denen gar keine Haare mehr sind.
- Die Kopfhaut selbst schmerzt, schuppt, juckt oder ist entzündet.
- Der Haarverlust kam zusammen mit Müdigkeit, einer Gewichtsveränderung oder einem neuen Medikament.
Haarausfall hat echte medizinische Ursachen: Eisen- und Ferritinwerte, die Schilddrüsenfunktion, telogenes Effluvium nach einer Krankheit, Veränderungen in der Schwangerschaft und nach der Geburt sowie erblich bedingter Haarausfall. All das wird in einer Sprechstunde und manchmal mit einer Blutuntersuchung diagnostiziert, nicht mit einem Shampoo.
Was Haarpflege ehrlicherweise leisten kann
An dieser Stelle müssen wir ehrlich zu dir sein. Haar wächst im Follikel, unter der Haut. Eine kosmetische Leave-in-Pflege liegt auf der Faser, über der Haut. Sie kann den Follikel nicht erreichen und deshalb nicht beeinflussen, wie viele Haare du verlierst.
Was sie tun kann: verhindern, dass du Länge verlierst, die du schon hast. Der Herbst macht drei Dinge mit dem Haar: Schwankende Luftfeuchtigkeit hebt die Schuppenschicht an, Heizungsluft trocknet die Faser aus, und Mützen und Kragen sorgen für Reibung. Eine geglättete Schuppenschicht verkraftet alle drei besser. Weniger Haarbruch heisst, dass das Haar, das dir bleibt, voller aussieht, auch wenn sich die Anzahl nicht verändert hat.
Eine realistische Herbstroutine
- Seltener und kühler waschen. Heisses Wasser öffnet die Schuppenschicht.
- Mit einem Mikrofasertuch ausdrücken, nicht rubbeln.
- Jeden Tag eine versiegelte Kapsel mit 1 ml in die feuchten Längen und Spitzen. Nie an den Ansatz.
- Die Stylingtemperatur um 20 °C senken. Die meisten merken beim Ergebnis nie einen Unterschied.
- Locker zusammenbinden, und nie im nassen Haar.
Ellips Hair Vitamin ist eine kosmetische Leave-in-Pflege. Sie pflegt, glättet und hilft, die Haarfaser vor Hitze und mechanischen Schäden zu schützen. Sie ist kein Arzneimittel, behandelt keinen Haarausfall und lässt keine Haare wachsen. Wenn dir dein Haarverlust Sorgen macht, lass dich ärztlich beraten. Die ausführliche Version dessen, was wir dir zeigen können und was nicht, findest du auf unserer Forschungsseite.